Vorsorgeuntersuchungen 

Von den gesetzlichen Krankenkassen werden Vorsorgeuntersuchungen zur Früherken­nung von Krankheiten angeboten. Danach hat je­der gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren das Recht, sich auf Kosten der Kranken­kasse alle zwei Jahre „auf Herz und Nieren“ prüfen zu lassen. Diese umfasst neben einer Befragung über die gesundheitliche Vorgeschichte, eine Ganzkörperuntersuchung durch den Arzt und die Bestimmung des Blutzucker- und Cholesterinspiegels sowie eine Urinuntersuchung. Ab dem 56. Lebensjahr besteht ein Anspruch auf eine Darm­krebsvorsorgeuntersuchung mittels Darmspiegelung (Vorsorgekoloskopie). Es gibt ähnli­che Regelungen bei denprivaten Krankenversicherungen.

Diese Untersuchungen sind darauf ausgerichtet, häufige in der Bevölkerung auftretende und volkswirtschaftlich relevante Krankheiten frühzeitig aufzudecken, um durch rech­tzeitige Behandlung eine Heilung (Darmkrebs) zu erreichen bzw. die Folgeschäden zu lindern (Zuckerkrankheit).

Auch wenn Krankenkassen mit diesen Vorsorgeprogrammen werben, sollte man beach­ten, dass diese Vorsorgeuntersuchungen aus medizinischer Sicht nur ein grobes Basis­programm für die häufigsten Volkskrankheiten darstellen. Nicht alle Krankheiten und Krebsarten werden erfasst. Es handelt sich also keineswegs um eine lückenlose Vorsorge. Bei neu auftretenden Krankheitssymptomen sollte deshalb immer ein Arzt konsultiert werden, auch wenn man vor Kurzem zur Vorsorge war.

Zusätzlich zu den gesetzlichen Leistungen bieten wir Ihnen als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) weitere, aus unserer Sicht sinnvolle Vorsorgeuntersuchungen an, wie z.B. die Messung der Intima-Media-Dicke. Mit dem hochauflösendem Ultraschall läßt sich an den gut zugänglichen nicht sehr tief liegenden Halsarterien (A. carotis communis) die Intima-Media-Dicke bestimmen. Sie ist ein Indikator für das Risiko künftiger kardio-vaskulärer Ereignisse.

In Studien hat sich ein Zusammenhang zwischen kardio-vaskulären Erkrankungen und der IMD gezeigt. Mit der Zunahme der Dicke um 0.1 mm erhöht sich z.B. das Herzinfarktrisiko um 10 – 15 Prozent und das Schlaganfallrisiko um 13 bis 18 Prozent. Der Nutzen dieser Bestimmung liegt vor allem in der Primärprävention. Hier lassen sich Risikopatienten frühzeitig erkennen.

Ebenso bieten wir Ihnen die Messung des Knöchel-Arm-Index (engl. ankle-brachial-index, ABI) an. Durch einen einfachen Vergleich des Blutdrucks an Arm und Bein lassen sich sowohl eine bestehende Verschlusskrankheit der Beinarterien (Schaufensterkrankheit, pAVK) der Beine, wie auch das kardiovaskuläre Risiko (Herzinfarkt bzw. Schlaganfall) erkennen bzw. einschätzen.

Dabei wird mit einer Messeung sowohl an den Oberarmen als auch an den Unterschenkeln kurz oberhalb des Knöchels gleichzeitig der Blutdruck ermittelt.

Der Knöchel-Arm-Index ist nun der Quotient aus den am Unterschenkel und am Oberarm gemessenen Werten. Ein Wert von 1,2 bis 0,9 gilt als normal. Je kleiner dieser Wert ist, desto größer ist das Ausmaß der Durchblutungsstörung.

Für wen kommt diese Untersuchung in Frage? Nach derzeitigem Wissensstand profitieren Männer über 50 Jahre und Frauen über 60 Jahre besonders von diesen Untersuchungen.

Für weitere Frage und ob diese Untersuchungen neben den gesetzlichen Untersuchungen für Sie sinnvoll sind besprechen wir gerne in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen.


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Dr. med. Christian Münch
Dr. med. Martina Münch
Dr. med. Alfred Münch
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